DACH-VERNETZUNG GEGEN FEMINIZID

Die DACH-Vernetzung gegen Feminizid ist ein stetig wachsendes Netzwerk aus selbstorganisierten Gruppen, Initiativen und Vereinen, Frauenhäusern und -zentren sowie Einzelpersonen, das sich im deutschsprachigen Raum – also in Deutschland (D), Österreich (A), Schweiz (CH) – gegen Feminizid einsetzt.
Femizide sind Morde an Frauen, weil sie Frauen sind. Der Begriff Feminizid bezieht die staatliche Mitschuld an diesen Morden mit ein. Um beides sichtbar zu machen, verwenden wir die Schreibweise Feminizid.
FEMINIZIDE 2024*
* es gibt KEINE offiziellen Zählungen von staatlicher Seite in allen drei Ländern. Feministische Gruppen oder Vereine (Femizide stoppen (D), One Billion Rising (D), Autonome Österreichische Frauenhäuser (A), FeministischesAktionsKollektiv (A) & Stop Femizid (CH)) übernehmen die Zählungen von Feminiziden. Die Zahlen können sich aufgrund verschiedener zugrundeliegender Definitionen unterscheiden.
Jeder einzelne Feminizid ist einer zu viel!

Unser Widerstand richtet sich gegen patriarchale Gewalt in all ihren Formen, denn Feminizide sind nur die Spitze eines Eisbergs an Gewaltdynamiken, die sich gegen Frauen, Lesben, inter-, nicht-binäre, trans- und genderqueere Personen richten. Wie tödlich diese Gewalt sein kann, zeigt sich in Deutschland jeden zweiten Tag. In der Schweiz ist jeder dritte Mord ein Feminizid. Österreich verzeichnet die höchste Feminizidrate Europas.
Wir können diese gewaltvollen Tode unserer Geschwister und Freund*innen nicht länger hinnehmen. Deshalb organisieren wir uns in vielfältiger Weise in lokalen Gruppen und Netzwerken. Unsere Stärke gewinnen wir aus transnationalen feministischen Bewegungen, die uns zeigen, was Mut und feministische Solidarität bedeuten.
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DACH-Vernetzung
gegen Feminizid
Die DACH-Vernetzung gegen Feminizid ist ein stetig wachsendes Netzwerk aus selbstorganisierten Gruppen, Initiativen und Vereinen, Frauenhäusern und -zentren sowie Einzelpersonen, das sich im deutschsprachigen Raum – also in Deutschland (D), Österreich (A), Schweiz (CH) – gegen Feminizid einsetzt.
Unser Widerstand richtet sich gegen patriarchale Gewalt in all ihren Formen. Wie tödlich diese sein kann, zeigt sich in Deutschland jeden zweiten Tag. In der Schweiz ist jeder dritte Mord ein Feminizid. Österreich verzeichnet die höchste Feminizidrate Europas.
Wir können diese gewaltvollen Tode unserer Geschwister und Freund*innen nicht länger hinnehmen. Deshalb organisieren wir uns in vielfältiger Weise in lokalen Gruppen und Netzwerken. Unsere Stärke gewinnen wir aus transnationalen feministischen Bewegungen, die uns zeigen, was Mut und feministische Solidarität bedeuten.
Wir mögen unterschiedlich sein, doch der Kampf für eine Welt, in der jede einzelne von uns selbstbestimmt und frei von Unterdrückung leben kann, vereint uns. Wir wollen nicht weniger als das: Feminizide stoppen!
Gegen die Vereinzelung wachsen wir zu einer großen feministischen Bewegung zusammen.
Wir wollen uns lebend! Ni una menos! Jin Jiyan Azadî!


Lokale Gruppen und Netzwerke
WIR SIND VIELE! UND WACHSEN STETIG WEITER!
ARBEITSGRUPPEN
Innerhalb der DACH-Vernetzung organisieren wir uns in verschiedenen Arbeitsgruppen und freuen uns immer über tatkräftige Unterstützung. Da in den AGs Personen aus unterschiedlichen Regionen aktiv sind, finden die Treffen meist online statt. Die Kontakte zu den jeweiligen Ansprechpersonen findet ihr in den Infos zu der jeweiligen AG. Falls ihr eine neue AG in der DACH-Vernetzung gründen möchtet könnt ihr euch gerne mit der Koordination in Verbindung setzen.
Femizid oder Feminizid?
Angelehnt an Diana Russell verstehen wir Femizide bzw. Feminizide als Morde an Frauen,…
…, weil sie Frauen sind. Die aus Südafrika stammende Soziologin und Feministin Russell führte den Begriff ‚Femizid‘ (femicide) zur Benennung der geschlechtsspezifische Tötung von Frauen erstmals 1976 auf dem Internationalen Tribunal zu Gewalt gegen Frauen in Brüssel als feministischen Kampfbegriff ein. Der Begriff verbreitete sich in der feministischen Bewegung und Forschung und wurde in den folgenden Jahren von Russell selbst sowie von anderen Feminist*innen immer wieder neu definiert, unter anderem als „Tötung von Frauen durch Männer, weil sie Frauen sind“.
Auch in Lateinamerika wurde der Begriff durch die feministische Bewegung aufgegriffen. Dort war es die mexikanische Feministin und Anthropologin Marcela Lagarde y de los Ríos, die den Begriff ‚Feminizid‘ (feminicidio) prägte. Da der Begriff „Femizid“ (femicidio) im Spanischen dem des Homizids (homicidio) entspräche und damit die „Ermordung einer Frau“ bezeichne, ohne auf den geschlechtsspezifischen Aspekt der Tötung zu verweisen, fügte Lagarde y de los Ríos diesem die Silbe „ni“ hinzu. In Mexiko, wo es bezüglich Feminiziden massiv sowohl an Prävention als auch an Strafverfolgung mangelt, zielt ihr Begriff auf Betonung der Rolle bzw. der Verantwortung des Staates bei Feminiziden. Für Lagarde y de los Ríos sind Feminizide Staatsverbrechen.
Da es auch in Deutschland an Schutzstrukturen mangelt und Frauen damit die Befreiung aus gewaltvollen Beziehungen erschwert ist, so dass diese einem Todesrisiko ausgesetzt sind, verwenden auch wir den Begriff des Feminizids. So ist die Umsetzung der von Deutschland ratifizieren „Istanbul-Konvention” defizitär (GREVIO 2022), staatliche Schutzmaßnahmen für gewaltbetroffene Frauen sind nicht nur ungenügend und unterfinanziert, sondern werden zudem nicht immer ausreichend umgesetzt und trans*, inter- und nicht-binäre Personen sind aus dem neuen (und grundsätzlich zu begrüßenden) Gewalthilfegesetz ausgeschlossen.
Feminizide, also alle Tötungen und Formen des Zu Tode Kommens von Frauen[1], Mädchen und weiblich gelesenen Personen, sind ein Resultat patriarchaler bzw. hierarchischer Geschlechterverhältnisse, die Frauen, weiblich gelesene Personen und weiblich konnotierte Eigenschaften abwerten.
Feminizide zeichnen sich dadurch aus, dass Frauen, Mädchen und weiblich gelesene Personen (zumeist) von Männern, aufgrund von patriarchalem und misogynem Anspruchs-, Besitz- und Herrschaftsdenken, getötet werden. Hierbei geht es oft um Bestrafung: Der Täter beurteilt ein bestimmtes Verhalten seitens des Opfers – wie autonome Entscheidungen über die eigene Lebensführung – als nicht legitim und bestraft dieses durch Tötung. Beispielsweise eine (beabsichtigte) Trennung vom Täter, das Nicht-Erfüllen der Erwartungen des späteren Täters oder auch die sexuelle Orientierung des Opfers.
Indem wir unter den Begriff des Feminzids auch Tötungen an trans* Personen (insbesondere an trans* Frauen) und Menschen, die sich selbst nicht als weiblich definieren, aber so „gelesen“ werden, fassen, erweitern wir das Verständnis vom Geschlecht der Opfer von Feminiziden. Der Grund dafür ist, dass sie – wenn auch auf unterschiedliche Art und Weise – von Misgonyie bzw. trans* Misogynie betroffen sind. So wissen wir beispielsweise durch den trans murder monitor, dass 94% der weltweit ermordeten trans* Personen weiblich sind.
[1] Damit meinen wir trans und cis Frauen.
GESCHICHTE DER BEWEGUNG
Hier soll Raum für eine stetig wachsende Geschichte der Bewegung gegen Feminizid entstehen. Wir wollen damit zeigen, dass wir nicht die ersten sind, die sich gegen patriarchale Gewalt und Feminizid zur Wehr setzen. Wir bauen auf eine über Jahrhunderte gewachsene Geschichte von feministischen Bewegungen weltweit auf. Diese historisch und transnational gewachsenen Verbindungslinien wollen wir nachzeichnen und als Grundlage für unsere aktuellen und zukünftigen Kämpfe betrachten.
KOmmendes
24.01.2026
Femi(ni)zid Gedenken –Deutschland-, Österreich-, Schweizweiter Aktionstag
weitere Infos folgen bald
Lokale Aktionen werden auf den Websites oder Instagram Accounts der jeweiligen Ortsgruppen angekündigt.
VergangeneS
10.-12.10.2025
VernetzungsWochenende gegen Feminizid IN WIEN – Für Gruppen, Initiativen und Organisationen, die in Deutschland/ Österreich/ Schweiz aktiv sind
01.06.2025
Online DACH-Vernetzungstreffen
Schwerpunkt liegt auf der Website der DACH Vernetzung
16.03.2025
Online DACH-Vernetzungstreffen.
Schwerpunkt liegt auf Prozessbegleitung. Freund*innen des Netzwerks Göttingen und Kassel berichten von ihren Erfahrungen mit Prozessbegleitung
18.-22.12.2025
Aktionstage anlässlich 100 Feminizide in Deutschland
01.12.2024
Online DACH Vernetzungstreffen
Schwerpunkt liegt auf Dokumentation von Feminiziden und Updates von den Arbeitsgruppen, die sich bei Live Vernetzungstreffen in FFM gegründet haben. Freund*innen von Femizide Stoppen und Feminizid Map berichten von Praxis der Dokumentation von Feminiziden
30.08. – 01.09.2024
Live Vernetzungstreffen der DACH Vernetzung in FFM
Unter dem Motto „Gegen Feminizid – wir wollen uns lebend“ kommen ca. 80 Vertreter*innen verschiedener Initiativen aus Deutschland und Österreich zusammen
24.07.2024
Online DACH Vernetzungstreffen
Schwerpunkt auf das Motto „Anti-Feminizid als Perspektive auf Frieden“. Vertreterinnen der ezidischen Frauenbefreiungsbewegung TAJÊ berichten von ihren Planungen und der Kampagne „Gegen Feminizide – Seid die Stimme der Selbstverteidigung„, die sie am 8.März anlässlich des zehnten Jahrestags des vom IS verübten Genozids und Feminizids an den Ezid*innen in Şengal am 3. August ins Leben gerufen haben
https://deutsch.anf-news.com/aktuelles/-41372
28.06.2024
Online DACH Vernetzungstreffen
Schwerpunkt auf Bericht der AG „Trostfrauen“. Vertreterinnen der AG „Trostfrauen“, des Korea Verbands in Berlin berichten von ihrer Praxis und den jährlichen Aktionsmonate gegen Feminizide und sexualisierte Gewalt
https://trostfrauen.de/
Organisier DIch!
Schließ dich bestehenden Initiativen an
Hier findest du eine Übersicht über lokale Gruppen und Netzwerke, die Teil der DACH-Vernetzung sind. Kontaktiere sie, um zu erfahren, wie du dich anschließen kannst und wann die nächsten Termine anstehen.
Hier findest du Infos zu den AGs der DACH-Vernetzung gegen Feminizid. Da wir überregional organisiert sind finden die Treffen meist onlilne statt.
Initiiere eine Gruppe oder ein Netzwerk in deiner Region
Es gibt bei dir in der Nähe noch keine lokale Gruppe, die sich gegen Feminizide organisiert? Wir unterstützen dich beim Aufbau eigener Strukturen, Vernetzen und Erfahrungsaustausch.
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Komm zu unseren Aktionen
Aktuelle Infos zu lokalen Aktionen findest du auf den Webseiten und Insta-Accounts der lokalen Gruppen und Netzwerke. Gemeinsame überregionale Aktionen werden ebenfalls dort sowie hier auf der Webseite bekannt gegeben.
Teile Informationen zu Feminiziden
Trotz seiner enormen Wichtigkeit bekommt das Thema Feminizide bis heute nicht genug Aufmerksamkeit. Teile Informationen mit Freund*innen, Bekannten, Kolleg*innen – überall, wann und wo es geht.
Literatur und andere Materialien zum Thema findest du hier.
Was tun Bei Feminizid?
Im Toolkit findest du erste Informationen was du im Kampf gegen Feminizide tun kannst.












